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Kirchen

St. Johannes-Kirche, Ottensoos

 

Wir feiern jeden Sonntag um 18:00 Uhr Gottesdienst - SonntagAbendAusklang.


(Firmung Max 2010-07-18 055.JPG; 3.474 kB)

Sankt Johannes ist eine Filialkirche der katholischen Pfarrgemeinde Neunkirchen am Sand. Die katholische Kirche St. Johannes der Täufer wurde in den Jahren 1963-65 erbaut.

Der Erste Gottesdienst wurde am letzten Oktober-Sonntag 1965 gefeiert. Ottensoos war bis Kriegsende ein evangelisches Dorf mit nur wenigen Katholiken, die zur Pfarrei Neunkirchen am Sand gehörten. Das änderte sich durch Zuzug vieler Heimatvertriebener, die hier Aufnahme und auch Arbeit in den Laufer Betrieben und den FAUN-Werken fanden.

Um nach Neunkirchen zum Gottesdienst zu kommen, musste immer ein Stück auf der B 14 gelaufen werden, auf welcher der Verkehr mehr und mehr zunahm. 1961 wurde auf Anregung von Pfarrer Linsner aus Neunkirchen am Sand ein Kirchenbauverein gegründet; ein Bauplatz konnte bald erworben werden. Bei einem Feldgottesdienst auf dem Grundstück bat Pfarrer Linsner am 3. Adventssonntag 1963 um den Segen Gottes für den Platz, auf dem sein "Zelt unter den Menschen" entstehen sollte.

Wie ein großes Zelt steht die Kirche auch da !

Man betritt die Kirche durch zwei mit Kupfer beschlagenen Türen; auf der linken Seite ist ein Lamm dargestellt mit Kreuz – Christus das Lamm Gottes.

Im Innern fällt der Blick auf den Altar, der erhöht in der Mitte steht – am Sockel ist ein Kreuz aus Stein gehauen. Die Bänke sind auf drei Seiten um den Altar gruppiert. So können die Gottesdienstbesucher die Feier gut mitverfolgen (II. Vat. Konzil).

An den Schmalseiten des Altares befinden sich je drei eiserne Leuchter mit Kerzen. Rechts ein Vortragekreuz: 
Emailarbeit in Bergkristall. Die großen Betonpfeiler, die das Zelt bilden, kann man im Kirchenraum gut einsehen. Vor dem Mittelpfeiler – hinter dem Altar – befindet sich der Tabernakel, ebenfalls eine Email-Bronze-Arbeit.  An der Tür wieder das Lamm mit dem Kreuz.. Daneben je zwei eiserne Leuchter und der Leuchter für das ewige Licht. Rechts vorne am Taufstein – auf der Vorderseite aus dem Stein gehauen – Johannes der Täufer, der Kirchenpatron. Davor der Leuchter mit der Osterkerze und in der Ecke ein kupfernes Weihwassergefäß. Links vorne die Orgel, die erst 1987 eingebaut wurde (zuvor wurde hier eine kleine elektronische Orgel gespielt).

(St Johannes Altar.jpg; 14 kB)
Erhöht sind die Sitze für Priester und Messdiener sowie der Ambo Verkündigungspult). Ins Auge fallen die beiden buntverglasten Fenster an der Südseite, die bei Sonneneinstrahlung dem Raum eine besondere Wirkung geben. Links vom Mittelpfeiler ein Holzrelief "der heilige Josef", rechts "Maria mit dem Kind" (Oberammergau). An beiden Seitenwänden befinden sich 12 Apostelleuchter und Kreuzwegtafeln (Linolschnitt). Seit Ostern 1999 ist über dem Tabernakel eine Kreuzigungsgruppe (Oberammergauer Schnitzerei, bunt gefasst) angebracht, die gestiftet wurde.

Freistehend der Glockenturm; er war zunächst nicht geplant. Nachdem aber die Firma FAUN drei Glocken stiftete, brauchte man einen Turm. Die Glocken wurden bei der Firma Perner in Passau gegossen; sie sind Kaiser Heinrich II., dem Gründen des Bistums Bamberg, der Gottesmutter Maria und dem heiligen Josef geweiht.

Text: Amalie Schieber, Ottensoos